Schröpftherapie

Ausleitungsverfahren

Die Schröpftherapie ist eine uralte Reiztherapie und zählt zu den ausleitenden Verfahren. Sie gilt als eine der ältesten Therapieformen mit Apparaten überhaupt. Nahezu jede alte Medizinkultur hat es unabhängig voneinander praktiziert. Es finden sich Darstellungen von Schröpfköpfen bereits im griechischen und ägyptischen Altertum. Auch die älteste indische Arztschrift, das Ayurveda, berichtet schon darüber.
Beim Schröpfen wird die Haut durch ein erzeugtes Vakuum innerhalb des Schröpfkopfes angesaugt. Hierdurch wird die Stoffwechselleistung der Zellen aktiviert, die Mikrozirkulation von Blut und Lymphe angeregt und die darunterliegende Muskulatur stimuliert.

Hauptanwendungsgebiete

Dieses Verfahren kann bei vielen Erkrankungen und Störungen angewendet werden, z.B. bei Bluthochdruck, Verspannungen, Rückenschmerzen, Ischialgie (Hexenschuss), verschiedenen Formen von Kopfschmerzen, Leber- und Gallenleiden sowie Lungenerkrankungen. Bei kreislauflabilen Patienten kann eine vorübergehende Blutdrucksenkung auftreten.

  • Entzündliche Prozesse (z.B. entzündliche Lungenerkrankungen, Nervenentzündungen, chronische Mandelentzündung).
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rückenschmerzen, Hexenschuss).
  • Erkrankungen der inneren Organe (z.B. Gallenleiden, Lebererkrankungen, Nierenleiden).
  • Chronische Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Weichteil-Rheumatismus, chronischer Kopfschmerz, Migräne).

Anwendungsvarianten

Trockenes (unblutiges) Schröpfen

  • Blutiges Schröpfen (zuvor Anstechen der Haut mittels Lanzette)
  • Bewegendes Schröpfen (Schröpfkopfmassage über eingeölter Haut)
  • Kurzzeitschröpfen (wiederholtes sekundenlanges Schröpfen eines Areals oder Akupunkturpunktes

 

Die Auswahl der geeigneten Schröpfmethode und der entsprechenden Akupunkturkpunkte oder Hautzonen ist individuell und richtet sich nach dem Befund des Patienten.

Ziel

  • Stärkung des Immunsystem
  • Hemmung und Linderung von Schmerzen
  • Stimulierung erkrankter Innere Organe
  • Förderung der Selbstheilungskräfte

Gegen Antriebslosigkeit

Unblutige Schröpftherapie ist bei „kalter“ oder blasser Gelose (blutarme, schmerzhafte, fingernagelgroße Verhärtung) angezeigt, um Unterfunktionen und der damit verbundenen allgemeinen Antriebslosigkeit entgegenzuwirken.
Dabei kommt es vor allem auf die entsprechende Auswahl der Schröpfmethode und die individuell angepasste Dosierung an. Richtig angewendet ist das Schröpfen frei von ungünstigen Nebenwirkungen und somit eine hervorragende Ergänzung zur Akupunktur.

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